C.M.B.S. | Wissen ohne Umsetzung hilft nicht für die eigene Führungsentwicklung.
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Wer den Weg kennt

Über Führung ist schon so viel geschrieben worden, gibt’s dazu noch etwas Neues zu sagen?

Das kommt darauf an, aus welcher Perspektive Sie es betrachten. Oft höre ich nämlich bei meinen Seminaren oder Vorträgen: „Das kenne ich schon.“ Und wenn ich dann frage: „Fein, wie setzen Sie es um?“ oder „Sehr gut, dann können Sie es den anderen ja kurz erklären.“ Was meinen Sie, wie oft dann doch eher Ratlosigkeit eintritt.

„Das eine ist den Weg zu kennen, das andere ihn auch zu gehen.“ Matrix-Fans werden diesen Satz kennen, den Morpheus zu Neo sagt, bevor er sich den feindlichen Agenten entgegenstellt.
Und so geht es Vielen auch beim Thema Führung: Viele Seminare gemacht, über viele Techniken gehört und viele einzelne Bausteine aufgeschnappt. Doch welche davon haben sich wirklich verinnerlicht, sind zum festen Bestandteil des eigenen (überzeugten) Handelns geworden? Da dürfen Sie sich die Frage stellen: „Und, welche gehören denn wirklich zu mir, zu meiner Persönlichkeit?“

So ist das mit Vielem. Wir sehen es, wir hören es, vielleicht probieren wir es ein-, zweimal oder sogar ein paarmal aus und sind doch bald wieder in den alten Handlungsmustern. Warum das so ist? Nun, die alten Handlungsmuster haben sich über viele hunderte, wenn nicht gar tausende von Wiederholungen etabliert. Sie gegen neue zu ersetzen, ist da schon ein Stück Arbeit.

Nur wenn es für uns wirklich sinnvoll erscheint, machen wir uns auf den Weg.

Doch dann ist da noch unser Unter­bewusstsein mit unseren inneren Überzeugungen. Vielleicht erinnert es sich an schlechte Erfahrungen. Das können unsere eigenen sein, die wir selbst irgendwann einmal gemacht haben, als wir etwas Neues begonnen haben und gescheitert sind. Es können aber auch die Erfahrungen und erlebten Folgen bei anderen sein, die wir mitbe­kommen haben.

Nun will unser Unterbewusstsein uns schützen. Dabei steuert es, was in unser System vor-dringen darf und was nicht. Und dies geschieht eben unbewusst. Unser Verstand konstruiert uns im Nachhinein dazu eine plausible, scheinbar rationale Begründung. Werden wir uns diesem Einfluss nicht bewusst, trainieren es, akzeptieren Rückschläge als Zwischenergebnisse auf dem Weg zu unserem Ziel, dann wird dieses Andere, Neue, Ungewohnte den Weg nicht zu uns finden.

Persönliche Weiterentwicklung?

Wie oft vergessen Führungskräfte sich selbst grundlegend weiterzuentwickeln, sich täglich zu verbessern, auch ihre Gewohnheiten und Routinen zu hinterfragen und auf den Prüfstand zu stellen? Doch von ihren Mitarbeitern erwarten sie Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Wie bewusst und ehrlich stellen sie sich den Fragen: „Wie geht es mir selbst dabei, wenn um-organisiert wird, wenn Zuständigkeiten sich verändern oder neue Vorgesetzte kommen?“ Wer hier für sich selbst keine Sicherheit spürt, keine Zuversicht hat, wie will man dann eine starke Vorbildfunktion in diesen Situationen für seine Mitarbeiter geben?

„Wer andere führen will, muss zuerst in der Lage sein, sich selber zu führen.“ Bestimmt haben Sie diesen Satz so oder so ähnlich schon einmal gehört. Doch was bedeutet er für den Einzelnen?

In den meisten Führungskräfteseminaren und –trainings werden diverse theoretische Ansätze, „bewährte“ Techniken und Blaupausen vermittelt. Zeit- und Selbstorganisations­ansätze sind dabei sehr beliebt. Vielleicht noch mit ein paar kurzen Übungen unterlegt, um ein Gefühl von praktischer, gemachter Erfahrung zu suggerieren. Und die Frage: „Was wollen Sie als erstes umsetzen?“ Wirklich verinnerlicht hat es niemand. Und nach 72 Stunden in der Alltagsroutine ist das meiste vergessen oder zur Seite gedrängt.

Wirklich „gerüstet“?

Manch einer fühlt sich, als hätte er eine Rüstung übergestülpt bekommen. Es heißt ja auch, das „richtige Rüstzeug“ für eine Aufgabe mitbekommen, um damit die anstehenden Situationen meistern zu können. Doch wie das mit Rüstungen so ist. Sie mögen einen bis zu einem gewissen Grad schützen, bis zum nächst stärkeren Kaliber, doch wirklich beweglich machen sie einen nicht. Die einen verlassen diese Rüstung bald wieder und verspüren das gleiche Gefühl (von Unsicherheit), wie zuvor. Andere gewöhnen sich an ihre neue Rüstung, verlieren jedoch mit jedem weiteren Rüstzeug, das sie zum besseren Funktionieren angeschult bekommen, den Zugang zu sich.

Im Hamsterrad gefangen

„Doch irgendwie muss ich doch meine Aufgaben stemmen, muss ich funktionieren und hoffen, dass meine Mitarbeiter oder gar Kollegen und Chefs nicht merken wie es mir wirklich geht. Fassaden, Masken, so wie alle anderen um mich herum auch. Das gehört halt dazu, wenn ich …. erreichen will.“ Dieses Gedankenkarussell läuft bei vielen tagtäglich ab. Und so haben immer mehr Menschen das Gefühl sich mit immer mehr Anstrengung doch nur in einem Hamsterrad zu bewegen. Die immer gleichen Gedanken kreisen um die immer gleichen Themen. So kommt man nicht vorwärts.

Genau hier finden wir eine Quelle von permanent in uns ausstrahlendem Stress.

Wenn Sie für sich die ständig notwendigen und auch spannenden Entwicklungen und Verände-rungen nicht individuell passend zu ihrem eigenen Energie- und Wesenssystem erfahren, sie interessiert annehmen können, arbeiten Sie ständig gegen sich selbst. Und das erschöpft Sie, stört ihre Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, macht Sie gereizt und brennt Sie mit der Zeit aus oder stumpft Sie ab.

Als lindernde Maßnahme heißt es oft auch: Lernen von den Besten! Doch was gemacht wird, ist dann häufig nur ein Motivationsvortrag zum Jahresbeginn, ein eintägiges Outdoor-Training oder ein skurriles Motivationsseminar. Danach ist jeder wieder alleine gelassen.

Wie es anders aussehen kann?

So gewinnen Sportler

Holen wir uns Anregungen aus dem Sport. Wenn Sie als Einzelsportler oder als Mannschaft wirklich erfolgreich sein wollen, haben Sie einen Coach oder ein Coaching Team an ihrer Seite. In den USA oder UK ist das auch im Wirtschaftsleben bereits wesentlich weiter verbreitet als im deutschsprachigen Raum.

Sie werden nicht Gewinner einer Olympischen Goldmedaille, eines Grand-Slam-Turniers oder der Champions League, wenn Sie sich nur mal für ein Wochenende die Grundlagen für ein erfolgreiches Trainingsprogramm anhören. Sie werden zum Sieger, weil sie neben dem absoluten Willen zum Erfolg, jemanden haben, der ihnen einen Trainingsplan entwickelt und immer wieder zur Stelle ist, damit sich Verbesserungen einstellen. Erst so entfaltet sich das volle Potential des Sportlers. Ohne eine sehr enge, abgestimmte und regelmäßige Trainingsbegleitung würde selbst der beste Athlet immer schlechter werden.

Formel 1 oder Go-Cart

Konkret beinhaltet ein potentialförderndes Konzept für Führungskräfte und Spezialisten drei sich evolvierende Haupt-Bausteine:

1. Vermittlung von fachlichen Grundlagen (Selbst-lern Einheiten)

2. Arbeit an den individuellen Leistungsparametern (Coaching)

3. Vertiefung und Verinnerlichung in die eigene Verhaltenswelt (Training)

Wichtig ist, dass über alle drei Bausteine sowohl die mentalen Fähigkeiten gestärkt werden, dies ist unsere Steuerzentrale, als auch einhergehend die Förderung der Fähigkeiten und Verhaltensumsetzung. Ein solches integratives Performance-Programm kann für maximale Erfolgs-Potenzierung je Führungskraft abhängig vom erforderlichen Umfang, gewünschtem Ergebnis und Ausgangslage arbeitsbegleitend über 8 bis 15 Monate angelegt werden.

Die so kombinierten Lern-, Coaching- und Trainings-Einheiten basieren auf dem eigenen, individuellen Persönlichkeitsprofil und bauen auf dem jeweiligen Energiezustand auf. Sie beziehen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Lernforschung, Verhaltens- und Sozialpsychologie sowie der Hirnforschung mit ein. Dies bedeutet zwar ein wenig mehr Vorarbeiten, von den Teilnehmern die Offenheit sich über die eigenen Überzeugungen und Handlungsmuster bewusst zu werden. Es braucht die Bereitschaft, Gelerntes zu vergessen, Vertrautes loszulassen und Ungewohntes zuzulassen.

Es ist eine Entscheidung zwischen Formel 1 Weltmeisterschaft oder netter Go-Cart-Halle.

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